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Der eigene Wald

Januar 20th, 2009 · No Comments

Ist man Besitzer einer mehr oder weniger großen Waldfläche, muss man sich auch um die Arbeit, die dadurch anfällt, kümmern. Hat man keine eigene Möglichkeit, sich um das Holz und die Gesundheit des Waldes zu kümmern, kann man das Waldstück verpachten; erledigt man die Arbeiten selbst, muss man sich die entsprechenden Maschinen besorgen. Ab einer gewissen Anzahl von Hektaren kommt man nicht umhin, sich einen Trecker anzuschaffen, mit welchem man nicht nur in den Wald hinein fahren kann, sondern auch das Holz, welches gerodet wurde, oder welches nach einem Wind- oder Schneebruch aufgesammelt werden muss, nach Hause zu transportieren. Eine Seilwinde, ein Anhänger und vieles andere kann die Arbeit ungemein erleichtern; die Anschaffung lohnt sich aber erst ab einer gewissen Fläche.

Das Holz aus dem eigenen Wald kann man zu vielen Zwecken benutzen. Natürlich ist es am besten, wenn man daheim eine Holzheizung hat, die man mit dem Brennstoff füttern kann. Auch ein eigener Kamin kann so betrieben werden. Viele Häuser, vor allem in ländlichen Gegenden, werden mit einer Hackschnitzelheizung beheizt. Hierzu wird das Holz einfach einige Zeit gelagert, um dann mit einem entliehenen, oder auch eigenen, Häcksler in die gewünschte Form gebracht zu werden. Man kann dicke Stämme, die man umschneiden musste, oder die der Wind entwurzelt hat, auch zu Brettern verarbeiten lassen, um daraus Balkone, Carports, Hütten oder ähnliches zu fertigen. Natürlich kann man diese Bretter auch verkaufen.

Einen großen Stamm aus dem Wald zu befördern kostet viel Arbeit. Zunächst muss er von einem Profi mit der Motorsäge umgeschnitten werden; hierbei besteht großes Unfallrisiko, wenn jemand keine Ahnung hat. Helm und Schutzkleidung sind im Wald ohnehin Pflicht. Außerdem muss man darauf achten, dass durch Keile und die richtige Vorgehensweise der Baum so fällt, dass er weder Menschen noch andere Bäume beschädigt. Ist dies geglückt, müssen die Äste vom Baum abgetrennt werden. Dies geschieht bei einem richtig großen, alten Baum ebenfalls mit der Motorsäge, bei kleineren reicht manchmal die Axt.

Je nachdem, wie lang die Bretter, die aus einem Baum gefertigt werden, sein sollen, kann man den Stamm dann in kleinere Stücke zersägen, die jedoch dennoch ein ansehnliches Gewicht aufweisen,. Es ist nicht möglich, die Stämme von Hand aus dem Wald zu transportieren. Manchmal reicht eine Kette am Trecker, ein anderes Mal kann man auf die Seilwinde nicht verzichten. Früher wurde diese Arbeit von Pferden verrichtet. Nun bleibt es noch, die Rinde vom Stamm zu entfernen, bevor er in das Sägewerk gebracht werden kann. Das Astholz eignet sich nach einer gewissen Trocknungszeit perfekt für Brennholz oder Hackschnitzel.