Allerlei Interessantes zum Dirndl

September 7th, 2008 · No Comments

Kommen einem in Dirndl gewandete Frauen und Mädchen auf den Volksfesten dieser Welt entgegen, ist das meist schön anzuschauen. Was es allerdings mit dieser Tracht auf sich hat, wissen wohl nur die wenigsten Trägerinnen. Denn für sie ist so ein Dirndl in erster Linie Bestandteil eines modischen Trends und wird deshalb getragen. Woher das Dirndl und sein Name stammen und welche Bedeutung dieses Kleidungsstück hatte, bleibt vielen verborgen.

Ein Blick in vergangene Zeiten

Das Dirndl wurde bis in das 18. Jahrhundert hinein von Dienstboten und Mägden getragen. Von der alten Bezeichnung für Magd, „Dirn“, stammt auch das Wort Dirndl ab. Es war also alles andere als eine herrschaftliche Tracht. Ein Dirndl bestand meist aus einfacher Baumwolle und besaß eine Schürze. Der gesamte Aufbau des Kleidungsstückes orientierte sich an den praktischen Gegebenheiten, unter denen es getragen werden musste. Mit der Zeit fand allerdings auch die Oberschicht Gefallen an der niederen Bekleidung.

Volkstrachten prägten das Dirndl

Immer wieder halten Menschen das Dirndl, wie es heute in Bierzelten getragen wird, für eine Volkstracht. Das ist aber falsch, denn das Dirndl in seiner heutigen Form darf nicht mit regionalen Volkstrachten verwechselt werden. Volkstrachten weisen nämlich unterschiedliche Merkmale auf, die auf den sozialen Status der Person schließen lassen, die die Tracht trägt. Zudem kann auch die Region, in der der Träger der Tracht lebt, erkannt werden. Das Dirndl in seiner heutigen Bierzelt-Form wurde zwar in gewissem Maße von den alten regionalen Trachten geprägt, hat aber nichts weiter mit diesen zu tun. Allerdings findet sich ein Merkmal an vielen Dirndln, das auch bei volkstümlichen Trachten vorhanden ist: die Schleife. Mit ihr zeigt die Trägerin an, ob sie noch zu haben oder schon verheiratet ist. Wie der Ehering auch, symbolisiert eine auf der rechten Seite angebrachte Schleife, dass die Trägerin des Dirndls verheiratet ist. Wird die Schleife links gebunden, ist sie dagegen noch zu haben.